Kennst du die Fair Wear Foundation?

Kennst du die Fair Wear Foundation?

Die Fair Wear Foundation setzt sich für eine ethische Herstellung von Kleidung ein. Sie sind überzeugt davon, dass gerechte und sichere Umstände in der Modeproduktion erreichbar sind und helfen Unternehmen dabei, dieses Ziel zu erreichen.  

«Transparency is necessary at every step”


Die Foundation ist keine Zertifizierung, viel mehr eine Mitgliedschaft. Nur anerkannte Unternehmen werden zugelassen und nach strengen Kriterien immer wieder aufs neue überprüft. Zudem gilt das Credo, dass Fehler offen kommuniziert werden und auf der Webpage der Fair Wear Foundation publiziert werden. Denn Fehler können überall passieren, was man daraus zieht und lernt ist allerdings entscheidend.

 

Arbeits-Standard

Da die Herstellung von Kleidung viele Schritte beinhaltet, ist hierbei eine Abtrennung zu treffen. Die FWF fokussiert sich auf die Zuschneidung, das Schneiden und das Nähen von Kleidung. Weitere Schritte, die dem zuvor gehen und Umweltaspekte werden nicht vertreten. 

In den Anfängen stand die Clean Clothes Campaign und eine niederländische Handelsvereinigung sich zusammen für eine gerechte Modeindustrie einsetzte. Heute ist Labor Standard oder auch Code of Labour vorhanden, mittels welchem sie die verschiedenen Brands kontrollieren, bewerten und bei Bestehen zertifizieren.

  1. Anstellung aus freiem Willen
  2. Vereinigungsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen
  3. Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz
  4. Keine Kinderarbeit
  5. Zahlung eines existenzsichernden Lohns
  6. Angemessene Arbeitszeiten
  7. Sichere und nicht gesundheitsschädliche Arbeitsumstände
  8. Rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis

Welche Schritte unternimmt die FWF konkret für die Sicherung? 

So wird sichergestellt, dass der im Kern stehende Arbeitsstandards eingehalten werden kann: Es werden Brand Performance Checks und Factory Audits durchgeführt, öffentliche Guidelines für Beschwerden sind vorgesehen sowie vor Ort Trainings in den Fabriken.

 

Brand Performance Checks 

Um die Modeindustrie und die Art, wie Kleidung produziert wird, langfristig geändert werden kann, werden die Brand Performance Checks durchgeführt. Jahr für Jahr werden die Mitgliedunternehmen auf ihre Einkaufs- und Geschäftspraktiken hin untersucht. Bewertet wird zum Beispiel die Art wie die Einkäufe geplant werden, ob genügend Zeit für die Produktion einberechnet wurde. Ebenso wichtig ist, wie Probleme angegangen und gemeinsam mit den Produzenten gelöst wurden.

Zusammengefasst wird hervorgehoben was gut läuft und wo Verbesserungspotenzial besteht. Die Resultate werden immer veröffentlicht, was zur Transparenz führt.

 

Fabrik-Audits

Mithilfe Interviews von Arbeiter*innen, die innerhalb und ausserhalb der Fabrik stattfinden, kann die aktuelle Situation erhoben werden. Damit die Arbeitsbedingungen verbessert werden können, ist dies unabdingbar. Weiter werden Unterlagen geprüft und Sicherheits- sowie Gesundheitschecks vorgenommen. Nach dem Audit kriegen die Fabrikleiter ein Feedback mit vorgeschlagenen Lösungsansätzen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dies noch einmals überprüft.

 

Schulungen

Damit die Arbeiter*Innen und Führungskräfte bezüglich den Arbeitsstandards geschult werden können, finden vor Ort Schulungen statt. Ziel ist dabei eine offene Kommunikation zu gestalten, welche Raum für Beschwerden und Bedenken beider Seiten gibt.

                                                                                                                         

Beschwerde-Hotlines

Sollte sich jemand in seinen Rechten bedroht fühlen oder kam es zu Verletzung des Arbeitsstandards, kann er sich bei der Beschwerdehotline melden. Auch dies wird jedes Mal auf der Website der FWF veröffentlicht. So kann man die direkten Entwicklungen verfolgen und sehen, was die Unternehmen zur Problemlösung unternehmen.

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